Förderung Studium

Wer studieren möchte, der kann dies in Deutschland tun. Denn Bildung ist frei und steht jedem offen. So zumindest der allgemeine Grundsatz, der sich leider nicht als ganz wahr heraustellt. Denn Universitäten verlagen Sozialbeiträge. Oft ist mit Studienbeginn ein Ort- und damit Wohnungswechsel notwendig. Auch hier fallen Kosten an. Ganz zu Schweigen von den ganzen Materialien und Anschaffungen, die ein jedes Studienfach ebenso mit sich bringen. Studieren ja, aber es kostet.

Doch Bildung ist frei. Dem hat sich die BRD verschrieben und ein umfangreiches Fördersystem entwickelt. Hier findet ein jeder clevere Kopf genau die richtige Fördermöglichkeit, die ihn sorglos und ohne finanziellen Engpässe studieren lässt. Denn während dieser Zeit sollten sich die Gedanken eines jede fleißigen Studierenden vornehmlich um seine Studieninhalte drehen und nicht um die Kallkulationen der letzten Pfennige im Geldbeutel (es sei denn man studiert Mathematik, dann könnte dies als kleine Extraübung fürs Gehirn betrachtet werden).

Förderungsmöglichkeiten für das Studium

Mit der Selbständigkeit beginnt das Leben und auch die Fördermöglichkeiten. Denn wer selbständig sich einen Nebenjob, vorzugweise in einem, das Studienfach und persönlichen Interesse tangierendem Job, sucht, der kann stolz behaupten sich sein Studium selbst finanziert zu haben.

Doch Förderung meint was anderes. … und neben den Eltern, die immer ein Ansprechpartner für die Engpässe sind, hat auch die BRD einige Wege und Systeme etabliert. Die klassische For der staatlichen Förderung ist das BaföG, auf das gut 1/5 aller Studierenden im Laufe ihres Semesters zurückgreifen. Daneben reihen sich Wohnbeihilfen, Studienbeihilfen, Stipendien zum Selbsterhalt und Stipendium zum Studienabschluss und ganz zum Schluss kommen die Studienkredite.

Doch jetzt kommt der Hacken. All diese Förderprogramme sind per se von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Dies betrifft vor allem das Bafög. Bei den Stipendien hängt es vom Stipendiengeber ab und auch hier entscheidet maßgeblich die Fachrichtung, die Universität und letzen Endes das Bundesland, in dem man studiert.

Ziemlich einheitlich gestaltet es sich dahin gegen bei den Studienkrediten. Angedacht war dieser Mechanismus, um Studierenden die Möglichkeit zu bieten ihre Studiegebühren zu bezahlen. Diese waren in Deutschland nämlich für nahezu fünf Jahre an allen Hochschulen und Universitäten verbindlich. Die Studiengebühren gibt es nicht mehr. Der Studienkredit ist übrig geblieben … und diesen kann ein jeder Studierende, unabhängig vom bestehen Einkommen, Einkommen der Eltern (was beim BaföG ausschlaggebend für dessen Höhe ist) und anderen Vermögens- und Ersparnissen, beantragen. Das besondere an diesem Kredit ist, dass er ausschließlich für Studierende ist und somit einen vergleichsweise niedrigen Zinssatz bietet.

Dazu kommt, dass die Kreditsumme nicht als Gesamtsumme ausgezahlt wird, sondern, über den Studienzeitraum ziehen, in monatlichen Raten. Das bietet einem jeden Studierenden eine etwas besseren Überblick seine Finanzen zu managen. Doch auch beim Studienkredit gibt es Unterschiede. Hier heißt es sich informieren und zwar selbständig … all das gehört schließlich auch zum Student sein dazu.

Interessant sind die Stipendien. Denn das sind die wahren Förderungen. Wer sich durch Cleverness und Klugheit von der Masse der Studierenden abhebt oder in einem Professor den richtigen Fürsprecher gefunden hat, kann, je nach Fachrichtung ein Stipendium beantragen. Hier vergeben Universitäten eigenständig Leistungs- und Fördergelder wie auch andere unabhängige Institutionen Stipendien anbieten. Auch hier heißt es wieder Informieren geht über Studieren. Denn wer in die Recherche nach einem poteniellen Stipendium ein wenig Zeit investiert, der mag vielleicht Glück haben, dass sich eiser Mehraufwand an Recherche in Form eines bewilligten Stipendiums bezahlbar macht.

Die Wege der Studienförderung sind zahlreich. Mann und Frau und zukünftig Studierende müssen eben nur wissen wo es sich zu informieren gilt und wo es Geld gibt. Doch das ist lediglich Teil des Erwachsen Werdens und des neuen Lebens als Studierende. Der Staat hat Institutionen geschaffen, jetzt ist es in der Pflicht des informierten Bürgers diese auch zu nutzen.