Bewerbungsgespräch Tipps

So kann beim Bewerbungsgespräch nichts mehr schiefgehen

Wenn eine Bewerbung gelungen ist, folgt meist das Vorstellungsgespräch. Zahlreiche Gerüchte ranken sich um das angebrachteste Verhalten des Bewerbers. Unabhängig dieser verkrampfen aber viele oder lernen alles auswendig, was oftmals nur wenig überzeugt. Dieser Beitrag klärt die wichtigsten Fragen von der Kleidung über den richtigen Abschied.

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Noch vor dem Gespräch gilt es, sich genau vorzubereiten, um spontane Falschaussagen vorbeugen zu können. Insbesondere muss der Bewerber gut über das jeweilige Unternehmen Bescheid wissen, da der Personaler oft einige Fragen hierzu stellt, um das Interesse abschätzen zu können. Es kann sich auch lohnen, bei Karrierenetzwerken wie XING nach Mitarbeitern des Unternehmens zu suchen, um einige Informationen zu erfahren. Das kann einen erheblichen Vorteil bedeuten.

Immer häufiger wird in Vorstellungsgesprächen nicht nur der Bewerber gefragt, sondern der Personaler bietet auch an, Fragen zu beantworten. Dieses Angebot muss unbedingt angenommen werden. Der Arbeitnehmer sollte sich daher im Vorfeld Fragen überlegen, die über das zu erwartende Gehalt hinausreichen. Um doppelt punkten zu können, neben einer Frage auch noch eine emotionale Bindung aufbauen zu können, lässt sich fragen: „Wie gefällt es eigentlich Ihnen hier im Unternehmen?“

Kleidung

Ein „schicker“ Kleidungsstil ist bei Vorstellungsgesprächen absolut nötig, denn dieser entscheidet über den ersten Eindruck. Meist ist ein Anzug, für Männer mit Krawatte, angebracht. Bei manchen Berufen jedoch ist er nicht angebracht, zum Beispiel bei manch handwerklichem Bauunternehmen. Hier wirkt ein Anzug „over-dressed“. Ein Hemd sollte hier völlig ausreichen.

Pünktlichkeit

Der neue Arbeitsplatz kann auch einmal in einer anderen Stadt liegen, dennoch ist Unpünktlichkeit bereits ein starkes Argument gegen den Bewerber, denn Zuverlässigkeit wird stets erwartet. Daher ist es sinnvoll, früh genug anzureisen, um sich ganz entspannt auf das Vorstellungsgespräch einstellen zu können.

Begrüßung

Sowohl für den Personaler als auch den Bewerber ist dies der aufregendste Moment. Hier ist es wichtig, eine passive Rolle einzunehmen. Der Arbeitgeber leitet die Begrüßung, indem er einen Händedruck anbietet, der erst darauf hin erwidert wird. Bewerber sollten sich nicht von solchen Personalern beunruhigen lassen, die ihnen keinen Handschlag anbieten. Hier will der Arbeitgeber oftmals testen, wie stressresistent und selbstbewusst der Arbeitnehmer ist.

Die Vorstellung erfolgt durch ein einfaches „Guten Tag, mein Name ist…“ Um einen höflichen Eindruck zu machen, sollte sich der Bewerber für die Einladung bedanken. Ein absolutes „No-Go“ ist, eigenständig Platz zu nehmen. Erst, wenn man dem Bewerber diesen zuweist, darf dieser sich setzen. Wenn der Arbeitgeber offen zu sein scheint, kann auch ein defensiver Versuch eines Small-Talks gestartet werden, möglichst über etwas Amüsantes. Das kann dem Bewerber während des eigentlichen Gesprächs bereits einen Vorteil verschaffen. Zeitaufwändige Hobbys sollten aber verschwiegen werden, da der Arbeitnehmer sonst befürchten könnte, dass darunter die Arbeitskraft leidet.

Bewerbungsgespräch

Neben der bereits besprochenen „Fragestunde“ für den Bewerber am Ende nehmen den größten Teil des Gesprächs natürlich die Fragen des Arbeitgebers sein. Häufige Fragen sind etwa „Was würden Ihre Freunde über dich sagen?“ Hier sollten soziale Kompetenzen und auch die bereits gemachten Erfahrungen mit dem Berufsfeld veranschaulicht werden. Wichtig ist, nicht einfach die einzelnen Eigenschaften aneinander zu reihen, sondern stets sinnvoll zu begründen, beispielsweise mit der langen Angehörigkeit zu einem Sportverein (Tipp: Verschweigen Sie Extremsportarten. Der Arbeitgeber könnte sonst befürchten, Sie könnten sich verletzen.“ Der Arbeitgeber möchte insbesondere über die Motivation für die Bewerbung aufgeklärt werden.

Abschied

Das wichtigste ist, hier nicht zu entspannt zu werden, da der Arbeitgeber sonst den Eindruck bekommen könnte, das vorherige Gespräch sei gestellt. Wichtig ist aber auch, von vorneherein genug Zeit einzuplanen, um auf der Zielgeraden nicht in Zeitdruck zu geraten. Ansonsten gilt das gleiche wie bei der Begrüßung: Der Arbeitgeber leitet den Abschied. Ein abschließender Dank kann den Bewerber noch einmal positiv in Erinnerung behalten lassen.