Studium durch Trading finanzieren

Welchen Studenten reizt der Gedanke nicht, sich einfach das für das Studium nötige Kleingeld, ganz cool und easy, durch Trading von zuhause aus zu verdienen?

Im folgenden Artikel möchten wir klären, ob das denn wirklich so einfach ist, wie man sich das als Student wünschen würde. Außerdem sehen wir uns an, welche Formen des Tradings denn am ehesten für Studenten geeignet sind.

Als Student muss Geld schnell verfügbar sein und Rechnung bezahlen können; das wird z.B. mit langfristigen Investments nur schwer umsetzbar sein.

Welcher Tradingart eignet sich für Studenten?

Dass eine langfristige Investition in Fonds nicht das richtige für einen Studenten sein wird, der im Optimalfall nach 4 Jahren sein Studium beendet, dürfte verständlich sein.

Ein Student muss sich also an jene Tradingarten halten, die schnelle Gewinne versprechen. Am gängigsten sind diesbezüglich mit Sicherheit CFDs und binäre Optionen. Da binäre Optionen aber nicht mehr viel mit dem eigentlichen Trading zu tun haben, sondern eher eine Form von Glücksspiel oder Wetten sind, sollte man, wenn man denn tatsächlich noch sein Geschick selbst lenken möchte, sich lieber an den Handel mit CFDs halten.

Beim CFD Trading kommen hohe Hebel zum Einsatz, welche es ermöglichen mit einem Vielfachen des eigentlich zur Verfügung stehenden Kapitals zu handeln. Das bedeutet, dass man schon durch kleinere Veränderungen im Kurs schnell große Gewinne erzielen kann. Also perfekt für Studenten, denen nur wenig Geld zur Verfügung steht!

Die Schattenseite daran ist natürlich, dass durch diese Hebel und das damit verbundene, größere Tradingvolumen, auch viel schneller Verluste realisiert werden, was in ein paar Sekunden zur Einbuße des gesamten Kapitals führen kann.

Übrigens nennt diese Art der Spekulation auf Börsenkurse Daytrading, da Positionen normalerweise innerhalb eines Tages eröffnet und auch wieder geschlossen werden. Dabei hat man die Möglichkeit sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen. Im Fachjargon spricht man dabei von „Long“, wenn man einen Wert ankauft, weil man denkt, dass der Kurs steigen wird und von „Short“ wenn man einen sogenannten „Leerkauf“ tätigt, weil man denkt, dass der Kurs fallen wird.

Beim Daytrading nützen einem das Wissen um weltwirtschaftliche Entwicklungen normalerweise wenig, weil man nicht auf längere Trends spekuliert. Aus diesem Grund ist das vorwiegend Mittel zur Planung der Trades die Chartanalyse, mit der man sich gut auskennen sollte, wenn man tatsächlich mit dem Handel mit CFDs beginnen will.

Wie stehen die Chancen erfolgreich zu sein?

Die Zahlen sind ernüchternd: Nur 30% der Daytrader schaffen es dauerhaft in der Gewinnzone zu bleiben. Die Anzahl derer, die tatsächlich vom Daytrading leben können, ist ein Bruchteil davon. Keine guten Aussichten also, wenn man mit dem Gedanken spielt sich durch Trading das Studium zu finanzieren. Tatsächlich überstürzen viele Anfänger den Einstieg in den Handel mit echtem Geld. Eigentlich gäbe es tolle Demokonten, welche die realen Marktbedingungen wiederspiegeln und in denen man sich ein Bild von seiner Erfolgschance machen könnte. Leider werden diesen viel zu selten genutzt und so ist es für die meisten Beginner nur ein kurzes Gastspiel als Daytrader.

Die Wahl des richtigen Brokers stellt natürlich auch immer einen entscheidenden Faktor dar, denn dieser ist leider allzu oft dafür verantwortlich, dass ein Trade statt mit einem leichten Plus im Minus endet, weil die Order zu langsam abgesetzt wurde. Darüber, wie gut sich ein Broker in der Praxis bewährt, sollte man sich immer im Vorfeld informieren, damit man sich später nicht über solche Vorfälle ärgern muss.
Mit August 2017 tritt auch endlich in Deutschland das Verbot der Nachschusspflicht für Privatanleger im Rahmen des CFD Tradings in Kraft. Zwar gab es sowieso so gut wie keine CFD Broker mehr, bei denen man, bedingt durch die Nachschusspflicht, mehr verlieren konnte, als was man als Guthaben auf seinem Konto hatte, dennoch ist dies ein wichtiger Schritt für den Schutz von Hobbytradern.

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